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Historisches – DUVA 1989 bis heute

DUVA blickt auf mehr als 35 Jahre als Entwickler- und Anwendergemeinschaft unter dem Dach des Verbandes Deutscher Städtestatistiker und im Verbund der KOSIS-Gemeinschaften zurück.

Gründung einer KOSIS-Gemeinschaft

DUVA wurde auf dem Hintergrund der Volkszählung 1987 und des Einzuges von IT-gestützten Verfahren in die Statistik ins Leben gerufen. Was zunächst als befristetes Projekt zum IT-gestützten Umgang mit den Daten der Volkszählung begann, wurde 1989 durch die formale Gründung der gleichnamigen KOSIS-Gemeinschaft verstetigt. Damals formulierte Ideen tragen bis heute:   

  • Anfallende Daten sollten beginnend mit der Volkszählung 1987 unabhängig von Herkunft und Inhalt wie in analog geführten Bibliotheken und Archiven über einfach zu bedienende und integrierte IT-Anwendungen nach einheitlichen Prinzipien abgelegt, erschlossen und der weiteren Nutzung zugeführt werden.
  • Als Ansatz für die Erschließung und nachhaltige Nutzung von Daten und deren Umwidmung zu Informationen wurde der umfassende Einsatz von Metadaten gewählt.
  • Es soll ein System aus miteinander verknüpften IT-Anwendungen bereitgestellt werden, das die Idee des integrierten und metadatenbasierten Arbeitens umsetzt; die Reichweite des DUVA-Systems  sollte perspektivisch die Felder Eingabe und Verarbeitung sowie die Auswertung und die Aus- und Weitergabe von Information umfassen.
  • Neben seiner zentralen Rolle als Datenbibliothek und Datenarchiv soll das DUVA-System bevorzugt Basisfunktionalitäten anbieten und die Arbeitsschritte abdecken, die regelmäßig zu bewältigen sind. Sollen z. B. spezielle Auswertungs- oder Analyseverfahren zur Anwendung kommen, setzt das DUVA-System auf Schnittstellen zu entsprechenden Spezialanwendungen.   
  • Es soll eine gemeinschaftliche Entwicklung erfolgen, die auf demokratischen Prinzipien beruht und im Sinne einer nichtkommerziellen und an den Erfordernissen des Arbeitsalltags orientierten Entwicklung das Prinzip Von Anwender:innen für Anwender:innen zur Anwendung bringt.

Die Idee des doppelten Metadateneinsatzes zur inhaltlichen Erschließung von Daten und zur Steuerung damit verbundener Arbeitsprozesse war allerdings kein Eigenprodukt. Bereits in den 1970er und 1980er Jahren wurden entsprechende theoretische Überlegungen u. A. im Berliner Landesamt für Statistik unter Leitung von Günther Appel angestellt. Zum Ende der 1980er Jahre boten sich dann erste technische Möglichkeiten, um diese Theorie in der Praxis anzuwenden.    

Die Landeshauptstadt Stuttgart fungierte von 1989 bis 2000 als Betreuende Stelle und als Kassenführende Stelle der Gemeinschaft und hat deren Belange in diesen Gründerjahren auf vielfältige Weise unterstützt. In dieser Zeit wurden noch als DOS-Programme und zum Teil in Heimarbeit durch Angehörige der Gemeinschaft die ersten vier Versionen eines Nachweissystems und eine erste Anwendung zur Produktion sowie erste Anwendungen zur Datenanalyse und Ausgabe (KOSISABRUF, PC-AXIS, DABANK-PC) und erste Eingabemodule realisiert. Das zugrunde liegende DUVA-Metadatenmodell wurde parallel dazu weiter ausformuliert und in eine teilweise bis in die heutige Zeit gültige Form gebracht; legendär sind viele in privaten Räumen abgehaltene Nachtsitzungen, die teils bis heute andauernde und weit über das Dienstliche hinausgehende Beziehungen begründet haben.

Die DUVA-Lenkungsgruppe zu Beginn der 1990er Jahre: v.l.n.r Günter Schulenburg (Stadt Braunschweig), Helmuth Jülkenbeck (Stadt Moers), Franz Biekert (LHS Stuttgart), Thomas Willmann (Stadt Freiburg), Jost Metsch (Stadt Heidelberg), Walter Schneider (Stadt Nürnberg), Andreas D. Martin (LHS Hannover), Ruth Schmidt (Stadt Leipzig), Holger Pietschmann (STALA Sachsen, Kamenz), Hans Schirrmeister (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz Berlin), Ralf Sitter (STALA Berlin), Joachim Eicken (LHS Stuttgart),  Utz Lindemann (LHS Stuttgart)

Namentlich erinnert sei insbesondere an den 2024 verstorbenen Kollegen Joachim Eicken, der der Gemeinschaft von 1989 bis 2000 vorstand, an den ebenfalls 2024 verstorbenen Kollegen Günther Schulenburg (Stadt Braunschweig), der viel zum DUVA-Datenmodell beigetragen hat sowie an den 2025 verstorbenen Kollegen Jürgen Maser (Stadt Pforzheim), der viele AdHoc-Programmierungen von ersten DUVA-Anwendungen beigesteuert hat.

Zäsuren und Kontinuitäten – Die 2000er und die 2010er Jahre

2001 wechselten die Betreuende Stelle der Gemeinschaft zur Stadt Freiburg im Breisgau und die Kassenführende Stelle zur Stadt Witten; in entsprechende Verantwortung eingetreten sind die Kollegen Thomas Willmann ((Stadt Freiburg) und Harald Bolle-Behler (Stadt Witten), der durch Dorothea „Doro“ Wischofsky tatkräftig unterstützt wurde. Zuvor wurde noch unter Stuttgarter Ägide DUVA98 ausgeliefert, das mit den erstmalig für Windows programmierten Anwendungen Nachweissystem, Zieldateigenerator, M-DIREKT, Maskengenerator, PC-Erfassung und GIZEH die lange Zeit gültige Architektur des DUVA-Systems vorgab. Zur gleichen Zeit wurden mit der Bereitstellung fertiger Dateibeschreibungen und Erschließungskonzepte u. A. zu den Themen Bautätigkeits- und KFZ-Statistik, Beherbergungsstatistik und Einwohnerbestands- und Bewegungsstatistik auch inhaltlich neue Maßstäbe gesetzt. Seit 2001 ist am Sitz der Betreuenden Stelle eine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle eingerichtet, die die Belange der Gemeinschaft unterstützt.

Mit der ab 2001 eingesetzten Version 3.5 des DUVA-Systems war ein deutlicher Ausbau der vorhandenen Funktionalitäten verbunden. Der Desktopanwendung M-Direkt wurde ab 2001 die webbasierte Anwendung Internetassistent als Auswertungstool zur Seite gestellt. Erstmals stand mit der Anwendung Interneterfassung eine Möglichkeit zur webbasierten Dateneingabe zur Verfügung. Letztmalig war dabei mit Clemens Krechel (Stadt Nürnberg) ein Kollege aus einem Statistischen Amt gleichzeitig als Programmierer für DUVA tätig.  

Mit Version 4 des Nachweissystems verbindet sich ab 2005 ein markanter Wechsel des Oberflächendesigns, Mit dieser Version des Nachweissystems und den entsprechend angepassten weiteren DUVA-Anwendungen wurde ab 2009 der Wechsel vom Einsatz einer Desktopdatenbank zum Einsatz von Serverdatenbanken vollzogen.  Als Teil des Systems DUVA4 stand ab 2009 mit der zunächst in Eigenregie der LHS Potsdam entstandenen Anwendung Webkatalog erstmals ein webbasiertes Portal zur Präsentation und zum Abruf ausgewählter Informationen und Auswertungen zur Verfügung.  Das Portfolio des DUVA-Systems wurde im gleichen Zeitraum um ein Tool zur Plausibilitäts- bzw. Datenprüfung und um ein in das Nachweissystem integriertes Geheimhaltungsverfahren (SAFE) ergänzt. Mit Version 4 des DUVA-Systems und seinen Einzelanwendungen verbinden sich neben seiner langjährigen Einsatzgeschichte auch langlebige Verbindungen zu Entwicklern: Das DUVA-Nachweissystem wurde zwischen 1999 und 2009 durch Stephan Schneider (Regensburg) betreut; die DUVA-Eingabemodule und die webbasierten Ausgabemodule von 2003 bis 2025 von Ralf Bremecke (Koblenz).

Von den Anfängen bis in die 2010er Jahre: Die Entwicklung des DUVA-Systems bis zum Jahr 2013

In den Jahren 2009 bis 2012 und 2013 bis 2016 beteiligte sich DUVA unter Anderem im Verbund mit Kolleg:innen aus den Niederlanden und Finnland an Förderprojekten der europäischen Union.  Insbesondere das 2009 gestartete TooLS-Projekt trägt seit 2014 mit seinen unter dem Dach der KOSIS-Gemeinschaft AktivesAltern gebündelten regelmäßigen lokalen Erhebungen, Auswertungen und Berichten weiterhin zu den vielfältigen Aktivitäten des KOSIS-Verbundes bei.

Ausgebaut wurde die Ausgabeseite des DUVA-Systems: 2014 wurde die erste Version der DUVA-Kartenerstellung ausgeliefert; seit dem gleichen Jahr steht die Anwendung Informationsportal zur Verfügung, die DUVA in Ablösung des Webkataloges den weiteren Weg in die webbasierte Dissemination von statistischen Informationen  bis hin zur Integration in das Europäische Statistische System und in die Welt von Open Data und Urbanen Datenplattformen öffnet. 2016 wurden schließlich der Auswertungsassistent als das neue webbasierte Auswertungstool des DUVA-Systems erstmalig ausgeliefert und damit die Anwendungen M-Direkt und Internet-Assistent abgelöst.

Zwei Neuerungen kommen seit den 2010er Jahren bei der Findung von Vertragsnehmern und zur Finanzierung von Neu- und Weiterentwicklungen zum Tragen: Bei größeren Entwicklungsprojekten kommen EU-Ausschreibungsverfahren zum Einsatz, die mit Unterstützung der Abteilung Vergabemanagement der Stadt Freiburg durchgeführt werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen der Bundeshauptstadt Berlin und weitere Mitglieder unserer Gemeinschaft haben unter Anderem die Projekte Kartenerstellung und Informationsportal durch finanzielle Zuwendungen und personellen Einsatz wesentlich aus der Taufe gehoben und treiben mit ihren finanziellen Beiträgen die Weiterentwicklung dieser und weiterer DUVA-Anwendungen dauerhaft voran.     

Die Mitgliederzahl der Gemeinschaft wuchs von rund 30 im Jahr 2000 kontinuierlich an. Noch zu Beginn der 2000er Jahre wurde die Zahl von 50 Mitgliedern überschritten; zu Beginn des folgenden Jahrzehnts die Zahl von 60 Mitgliedern. Zur Mitte der 2020er Jahre lag die Mitgliederzahl mit wachsender Tendenz bei rund 85. Darunter sind nicht mehr nur Kommunen verschiedener Größe, sondern auch Landkreise und beginnend mit dem Jahr 2025 der Statistische Verbund des Bundesamtes und der Landesämter für Statistik.     

Die DUVA-Lenkungsgruppe der 2000er und der frühen 2010er Jahre: v.l.n.r Andreas D. Martin (LHS Hannover), Arno Schiffert (DUVA-Geschäftsstelle, Stadt Freiburg), Helmut Janich (BBSR, Bonn), Helmuth Jülkenbeck (Stadt Moers), Günter Schulenburg (Stadt Braunschweig), Heike Heuser (Stadt Villingen-Schwenningen), Harald Bolle-Behler (Stadt Witten), Heike Gumz (LHS Potsdam), Ralf Then (Stadt Nürnberg), Tilman Häusser (Tübingen), Thomas Willmann (Stadt Freiburg), Holger Pietschmann (STALA Sachen, Kamenz), Guido Sawinski (Stadt Frankfurt am Main), Gerhard Bender (HS Lübeck)

Die Lenkungsgruppe ist das geschäftsführende Gremium unserer Gemeinschaft. Darüber hinaus haben im Lauf der Jahre eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen Wahl- und andere Aufgaben übernommen:

2012 übergab die Stadt Witten das Amt der Kassenführenden Stelle an die LHS Hannover, namentlich an die Kollegen Andreas Martin und Andrea Schwarz, die bis 2022 für die Finanzen der Gemeinschaft in Verantwortung stehen sollten. Ähnlich kontinuierlich besetzt war auch die DUVA-Kassenprüfung: Für die Belange unserer Gemeinschaft tätig waren bzw. sind in diesem Wahlamt unter Anderem folgende Kolleg:innen: Waltraud Schröpfer (Stadt Frankfurt am Main), Friedbert Lanz (Stadt Weimar), Dr. Norbert Marißen (Stadt Oberhausen), Werner Lölfing (Stadt Münster), Manfred Jung (Stadt Celle), Manuela Zöllner (Stadt Weimar), Isabelle Metzger (Stadt Villingen-Schwenningen / Stadt Heilbronn) und Angela Ebermann (Stadt Bautzen / STALA Sachsen, Kamenz).

Bereits in den 1990er Jahren war Tilman Häusser (Tübingen) als Schulungsreferent und zur Unterstützung unserer Anwenderinnen und Anwender tätig. Nach dem Ausscheiden aus den Diensten der Stadt Moers hat Helmuth Jülkenbeck von 2009 bis ins Jahr 2020 die DUVA-Anwender:innen unter Anderem in Sachen Installation und bei technischen Problemen unterstützt. Von 2012 bis 2025 war Hans Brodesser als ehemals für die Stadt Celle tätiger Kollege als Teil der DUVA-Helpline sowie insbesondere für Erstinstallationen ansprechbar. In den Jahren 2020-2023 war die DUVA-Helpline durch Frau Sandra Giesemann (Stadt Göttingen) hauptamtlich besetzt.

Schon mit der Auslieferung des Nachweissystems 4 begannen Überlegungen zu dessen Nachfolger. Auch die in die Jahre gekommenen weiteren Anwendungen des Systems DUVA4 waren abzulösen und damit die weitestgehende Neuprogrammierung des DUVA-Systems einzuleiten. Sich verändernde technische und systemarchitektonische Belange, der Wechsel von einem funktions- zu einem benutzerorientierten Vorgehen bei Neuprogrammierungen, die wachsende Bedeutung von Schnittstellen zu externen Eingabe- und Ausgabeanwendungen sowie Themen wie Open Data sind zu berücksichtigen.

Neuaufstellung eines Gemeinschaftsprojektes – die 2020er Jahre

Parallel zur Coronakrise der Jahre 2020 bis 2022 unterzog sich DUVA einer mehrfachen Neuaufstellung.

Thomas Willmann (Stadt Freiburg), der unter Anderem als langjähriger Vorsitzender der Lenkungsgruppe die Entwicklungen des DUVA-Systems und der DUVA-Gemeinschaft geprägt hat, schied im Sommer 2020 aus dem Dienst der Stadt Freiburg und damit auch aus den Reihen der DUVA-Lenkungsgruppe aus. In den Folgejahren verzichteten mehrere Mitglieder der DUVA-Lenkungsgruppe nach teilweise 30jähriger (!) Zugehörigkeit auf eine Wiederwahl in das Leitungsgremium der DUVA-Gemeinschaft. Die Lenkungsgruppe verließen: Dietrich Bangert (BHS Berlin), Dr. Gerhard Bender (HS Lübeck), Michael Fendt (Stadt Augsburg), Erik Feßler (Stadt Göttingen), Heike Gumz (LHS Potsdam), Heike Heuser (Stadt Villingen-Schwenningen), Angela Kloßek (Stadt Dortmund), Jürgen Lenz (Kreis Mettmann), Andreas D. Martin (LHS Hannover), Ralf Then (Stadt Nürnberg) sowie Jens Vöckler (Stadt Leipzig). Verstorben sind 2018 als Mitglied der Lenkungsgruppe Stephan Hegemann (Stadt Heilbronn), 2020 als externer Berater der Lenkungsgruppe Daniel Heuer (Stadt Dortmund) sowie 2024 Manuela Zöllner, die das Amt der Kassenprüferin inne hatte. Eine Gemeinschaft wie DUVA steht immer in der Schuld derer, die sich engagieren – Die  Gemeinschaft bedankt sich bei allen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen und bewahrt ihnen ein ehrenvolles Angedenken!

Die DUVA-Lenkungsgruppe im November 2025:  V. l. n. r. Claude Gils (Stadt Freiburg), Daniel Beckemeier (Stadt Pforzheim), Hanno  Mogs (LHS Düsseldorf). Annekatrin Bundrock (LHS Potsdam), Holger Pietchmann (STALA Sachsen, Kamenz), Robin Hüskes (Stadt Wolfsburg), Arno Schiffert (DUVA-GS, Stadt Freiburg), Ralph Stephan (LHS Dresden) Jörg Jülkenbeck (Stadt Oberhausen).

Eine neu zusammengesetzte Lenkungsgruppe führte ab 2020 eine Reihe struktureller Änderungen ein, die DUVA effizienter aufstellen. Die Zahl der stimmberechtigten Mitglieder wurde reduziert. Als Feste Arbeitsgruppen wurden die AGs Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe, Technik, Finanzen und eine AG Öffentlichkeitsarbeit und AWGS eingerichtet. Die Vorsitzenden dieser AGs sowie eine Vertretung der Geschäftsstelle und der Kassenführenden Stelle nehmen als nicht stimmberechtigte Mitglieder an den Sitzungen der Lenkungsgruppe teil. Die Arbeitsgruppen übernehmen in diesem neuen Gefüge wesentliche Teile der inhaltlichen Arbeit. Mit Wirkung ab Mitte 2022 wechselte das Amt der Kassenführenden Stelle von der LHS Hannover zur Stadt Freiburg, wo sie von Claude Gils als DUVA-Vorsitzendem und der DUVA-Geschäftsstelle verantwortet wird.

Nachdem der ursprünglich verpflichtete Auftragnehmer den ihm gestellten Aufgaben nicht gerecht wurde, konnte die Neuprogrammierung eines DUVA-Nachweissystems nach einer neuen Ausschreibung ab Sommer 2022 endgültig in die Wege geleitet werden. In Zusammenarbeit mit der SRP GmbH (Berlin), die auch die Anwendungen Kartenerstellung und Informationsportal betreut, werden sowohl im Hinblick auf die Systemarchitektur und die Technik, als auch im Hinblick auf den aktiven Einbezug von Anwender:innen neue Wege beschritten und Grundlagen für das System DUVA 5 gelegt. Im Sommer 2025 begannen in Zusammenarbeit mit der ACCSO GmbH (Darmstadt) die Arbeiten an der Nachfolgeanwendung für den Auswertungsassistenten. Finanziert aus Fördermitteln des SmartCities-Projektes begann die Stadt Freiburg ebenfalls seit Sommer 2025 mit der Realisierung neuer Eingabemodule. Flankiert wird diese bis auf das weiterverwendbare Informationsportal komplette Neuaufstellung des DUVA-Systems durch neue Schnittstellen, die unter Anderem die Datenauswertung in R und die Datenübernahme aus Fremdanwendungen unterstützen. Unter Anderem über die neuen Funktionalitäten eines Metadatenkatalogs erfolgen weitere Brückenschläge, die z. B. der Einrichtung von themenübergreifenden Urbanen Datenplattformen dienlich sind. In allen Fällen wird versucht, durch die Implementierung quelloffener Bibliotheken die entsprechende komplette Eigenentwicklungen zu ersetzen, um Synergien und Kostenvorteile zu realisieren. Zu den genannten Neuprogrammierungen tragen nicht zuletzt Zuwendungen bei, die beispielsweise durch die Städte Pforzheim und Oberhausen aus Eigenmitteln oder aus eingeworbenen Fördermitteln eingebracht werden.

Beginnend mit dem Jahr 2022 stellt sich DUVA zusammen mit den KOSIS-Gemeinschaften HHSTAT, KOSTAT und SIKURS den Themen Steuerpflicht und Rechtsform. Die bisherige Rechtsform eines Nichtwirtschaftlichen Nichteingetragenen Vereins entwickelt sich zu dem besser handhabbaren Eingetragenen Verein mit entsprechender Satzung und Strukturen. Der „Verbund der Willigen“ bemüht sich darüber hinaus in Sachen Steuerpflicht um Lösungen, die die Gemeinschaftsaktivitäten möglichst wenig belasten.

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