DUVA – Glossar
Abgeleitetes Merkmal | Merkmal (Zielmerkmal) das aufgrund von Ableitungsregeln aus anderen Merkmalen (Quellmerkmale, auch mehreren) gebildet wird. Siehe Gruppierung, Algorithmus, Bedingungsliste, Recodierung. |
Berechnungsvorschrift zur Ableitung von neuen Merkmalen (Zielmerkmale) aus gegebenen Merkmalen (Quellmerkmale). Z.B. Umrechnungsformel zur Ableitung eines Merkmals „Preis in Euro“ aus einem Merkmal „Preis in DM“. | |
Ein beliebiger Benutzer des Systems. | |
Autorisierter | Ein Benutzer mit erweiterten Berechtigungen. |
Es handelt sich eigentlich um zwei Dateien! Zum einen eine Datei mit statistischen Sachdaten in verschlüsselter Form. D.h. die Datei enthält nicht die Ausprägungen der beinhalteten Merkmale sonder nur deren Schlüssel aus dem Metadatenbestand. (In der Regel eine ASCII-Datei mit festem Format.) Zum anderen eine Datei mit den zugehörigen Metadaten (Basisdateibeschreibung) wie Satzaufbau, Merkmalsnamen bzw. –ausprägungen, zugehörige Sachdatei, etc. (altes Format .dsw ab DUVA 4.0 .xml). Die Sachdatei enthält je einen Datensatz pro Merkmalsträger. Im Nachweissystem ist die Basisdateibeschreibung in einer Datenbank und nicht als Datei abgelegt. | |
Enthält die benötigten Metadaten, um die in der zugehörigen Sachdatei enthaltenen Daten vollständig zu beschreiben. | |
Über Bedingungslisten lassen sich die Ausprägungen von Quellmerkmalen mit Verschlüsselungsart Wertebereich oder Identifizierender Schlüssel den Ausprägungen eines Zielmerkmales zuordnen. Die Verschlüsselung des Zielmerkmals ist immer eine Schlüsseltabelle. | |
Siehe Basisdateibeschreibung, Makrodateibeschreibung bzw. Sachdateibeschreibung. | |
Datenquelle | Zur Auswahl von Basisdaten für eine Auswertung stehen zwei Quellen zur Verfügung. Zum einen das Nachweissystem selbst und zum anderen ein Verzeichnis mit Exportdateien. |
Die Definitionsmerkmale spezifizieren eine Erhebung näher. Die im DUVA-System verwendeten Definitionsmerkmale sind Merkmalsträger, Raum-/Ortsbezug, Zeitbezug, Datenquelle, Satzaufbau und Dateibeschreibung. | |
DUVA-Administrator | Administrator des DUVA-Systems. Hat vollen Zugriff auf das Nachweissystem sowie alle zugehörigen Komponenten. |
Ermittlung und Erfassung der Eigenschaften von Entitäten (Merkmalsträger) zur statistischen Auswertung durch Befragung, Beobachtung oder Messung. | |
Eine im Rahmen einer statistischen Erhebung ermittelte Eigenschaft des Merkmalsträgers. (Siehe auch Definitionsmerkmal) | |
Wie unter Basisdatei schon beschrieben, handelt es sich in Wirklichkeit um zwei Dateien. Die Sachdatei und die Beschreibungsdatei mit den aus dem Nachweissystem exportierten Metadaten. | |
Gast | Ein spezieller Benutzer des Systems mit eingeschränkten Rechten. Alle von einem Gast angelegten Spezifikationen und Definitionen haben nur temporären Charakter und werden nach Ende der Sitzung verworfen. |
Gizeh2000 | DUVA-Modul zur Analyse und Präsentation statistischer Daten. Basisdaten können mittels Filterung, Merkmalsableitung oder Verschneidung von Dateien aufbereitet und als Pyramidendiagramm ausgegeben werden. Ergänzung zu MDirekt. |
Einfache Art der Merkmalsableitung. Die Ausprägungen bzw. Werte eines Quellmerkmals werden benamten Gruppen zugeordnet, die die Ausprägungen des Zielmerkmals darstellen. | |
IASS (Internetassistent) | HTML-orientiertes Auskunftsmodul, das auf die Informationen im NWS zurückgreift. Wurde bis 2011 als zusätzliches Auskunftsmodul neben M-Direkt verwendet. Hat diesen seit 2012 abgelöst. |
Eine der drei Verschlüsselungsarten. Identifizierende Schlüssel wie z.B. laufende Nummern oder Datumsangaben stehen für sich selbst. Sie können ein Format besitzen (z.B. 4-stellig, TT.MM.JJJJ) aber keine Maßeinheit. | |
Kategoriales Merkmal | Ein Merkmal mit der Verschlüsselungsart Schlüsseltabelle. |
Wie bei der Basisdatei handelt es sich auch hier um zwei Dateien mit dem Unterschied, dass eine Makrodatei grob gesehen nur einen Ausschnitt einer Basisdatei darstellt, d.h. nur ausgewählte Merkmale (ggf. aber auch zusätzliche abgeleitete Merkmale) enthält. Darüber hinaus ist die zugehörige Sachdatei verdichtet. Alle Datensätze der zugrunde liegenden Basisdatei die in einer gegebenen Merkmalsmenge übereinstimmen werden zu einem Datensatz zusammengefasst, der um ein Zählfeld mit der Anzahl der ursprünglichen Datensätze erweitert wird. | |
Enthält die benötigten Metadaten, um die in der zugehörigen Sachdatei enthaltenen Daten vollständig zu beschreiben. | |
DUVA-Modul zur Analyse und Präsentation statistischer Daten. Basisdaten können mittels Filterung, Merkmalsableitung oder Verschneidung von Dateien aufbereitet und als Tabelle, Diagramm oder thematische Karte ausgegeben werden. Der MDirekt wurde 2012 durch den Internetassistenten abgelöst. | |
Merkmal | Es wird unterschieden zwischen Definitionsmerkmalen und Erhebungsmerkmalen, wobei der Begriff Merkmal in der Regel als Kurzform für Erhebungsmerkmal verwendet wird. |
Merkmalsableitung | Siehe Abgeleitetes Merkmal. |
Die beobachtete Entität bei einer Erhebung. Z.B. eine Person bei Personenbefragungen oder das Kfz bei der Erhebung von Kfz-Datenbeständen. | |
Alle Daten im Zusammenhang einer statistischen Erhebung, die über die reinen Werte der erfassten Merkmale hinausgehen und sie näher beschreiben. Im DUVA-System werden selbst die Ausprägungstexte der einzelnen Merkmalsausprägungen als Metadaten behandelt und nur der entsprechende Schlüssel in der Sachdatei abgelegt. Weitere Metadatenobjekte wären Satzaufbau, Merkmale, deren Verschlüsselungen, Zeitbezug, Raumbezug, etc… | |
Nachweissystem NWS | Der eigentliche Kern des DUVA-Systems. Das Nachweissystem beinhaltet die Metadatenbank. |
Numerisches Merkmal | Siehe Wertemerkmal. |
Ordinales Merkmal | Ein Merkmal mit der Verschlüsselungsart Identifizierender Schlüssel. |
Ordnungsbegriff | Dient zur Identifizierung eines individuellen Merkmalsträgers. Er kann aus mehreren Ordnungsmerkmalen zusammengesetzt sein und ist innerhalb der Sachdatei eindeutig. Im datenbanktechnischen Sinn der Primärschlüssel der Sachdatei. |
Ordnungsmerkmal | Siehe Ordnungsbegriff. |
Präsentationsspezifikation | Sammlung von Metadaten, die eine Datenpräsentation für eine Auswertung vollständig beschreibt. Definiert die auszuwertenden Daten (Selektionsspezifikation) und die Form der Präsentation (Tabelle, Graphik, etc.) sowie deren Layout. |
Vorgang der Datenaufbereitung durch den Zieldateigenerator. | |
Summe der zur Steuerung einer Produktion benötigten Informationen. | |
Merkmal, das als Grundlage zur Ableitung eines neuen Merkmals (Zielmerkmal) dient. Siehe Abgeleitetes Merkmal, Algorithmus, Gruppierung. | |
Geographische Entität für die die statistischen Daten erhoben wurden. | |
Wie Bedingungsliste allerdings mit vollständiger Zuordnung der Quellmerkmalsausprägungen. | |
Tabelle über die alle Ausprägungen eines Quellmerkmals den Ausprägungen eines Zielmerkmals zugeordnet werden. Siehe Gruppierung. Die Verschlüsselungsart des Quellmerkmals ist dabei beliebig. Die Verschlüsselung des Zielmerkmals ist immer eine Schlüsseltabelle. | |
ASCII-Datei oder Datenbanktabelle, die die Sachdaten in verschlüsselter Form enthält. | |
Wird im Präsentations- und Analysetool und im Nachweissystem verwendet, um die Sachdateien anschaulich aufzulisten und eine Auswahl zu ermöglichen. Eine Sachdateibeschreibung besteht aus dem eindeutigen Beschreibungstext der Datei sowie Angaben zum Sachgebiet, zum Dateityp, zum Raumbezug, zum Zeitbezug und zum Merkmalsträger. | |
Die ermittelten Daten einer statistischen Erhebung. Liegen im System in verschlüsselter Form vor. Erst die Verknüpfung mit den Metadaten ermöglicht eine sinnvolle Auswertung. | |
Schlüsselmerkmal | Ein Merkmal mit der Verschlüsselungsart Schlüsseltabelle oder Identifizierender Schlüssel. |
Eine der drei Verschlüsselungsarten. In einer Schlüsseltabelle werden die textuellen Ausprägungen von Merkmalen codiert. In der Sachdatei steht nur der Schlüssel aus der verwendeten Schlüsseltabelle. Die Information welche Schlüsseltabelle für das jeweilige Merkmal verwendet wird, ist Bestandteil der Metadaten. Die Schlüsseltabelle enthält jedoch nicht den Ausprägungstext selbst, sondern wiederum nur den Schlüssel, der die Ausprägung innerhalb der Metadatenbank identifiziert. In der Metadatenbank existiert eine Datenbanktabelle, die alle Ausprägungstexte aller Merkmale enthält. | |
Selektionsspezifikation | Menge von Informationen, die eine Datenselektion für eine Auswertung vollständig beschreibt. Definiert die Datenbasis (Sachdaten), die verwendeten Merkmale inklusive abgeleiteter Merkmale und gegebenenfalls Datenfilter. Die Selektionsspezifikation entspricht einer Produktionsbeschreibung im Nachweissystem. |
Zuordnung von Ausprägungen zu einem Merkmal. Es existieren drei Arten der Verschlüsselung: Schlüsseltabellen, Wertebereiche und Identifizierende Schlüssel. | |
Eine der drei Verschlüsselungsarten. Wertebereiche beschreiben numerische Merkmalsausprägungen. Sie besitzen ein Format (z.B. 6-stellig mit 2 Nachkommastellen) und eine Maßeinheit (z.B. km). Die Information welcher Wertebereich einem Merkmal zugeordnet ist, ist Bestandteil der Metadaten. Die Sachdatei enthält nur die unformatierten Werte. | |
Ein Merkmal mit der Verschlüsselungsart Wertebereich. | |
Zeitpunkt an dem die statistischen Daten erhoben wurden oder Zeitintervall in dem die beobachteten Ereignisse stattgefunden haben. | |
DUVA-Kernmodul zur Aufbereitung statistischer Daten zu neuen Basis- oder Makrodateien. Basisdateien können zu neuen Basis- oder Makrodateien weiterverarbeitet werden, aus Makrodateien können auch nur neue Makrodateien gewonnen werden. | |
Ein mithilfe eines Algorithmus oder einer Gruppierung aus einem oder mehreren Quellmerkmalen abzuleitendes Merkmal. |

